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Staatlicher Fischetod
Zusammenfassung:

In Deutschland wurden im Jahr 2000 für DM 1,8 Millionen(1) Lachse in die Flüsse gesetzt. Bei der Abwanderung ins Meer werden pro Kraftwerk in den Turbinen 20 % der abwandemden Smolts vernichtet(2).
Die zurückkehrenden Lachse können zum Laichen vielerorts nicht aufsteigen, weil Kraftwerksstauanlagen den Weg versperren und Fischtreppen untauglich sind(3). Zur Zeit gibt es über 6.500 Wasserkraftwerke(4). Immer neue werden gebaut, um "Okostrom" zu erzeugen.
Die Bauten werden vom Staat mit hohen Zuschüssen, guten Abschreibungsmöglichkeiten und garantierter Stromabnahme mit garantiertem KW-Preis gefördert(5).

Im Gegensatz dazu fordert das Bundesumweltamt, den Bau von Kleinwasserkraftwerken einzustellen(6) .
Neuerlich interessiert sich der Deutsche Tierschutzbund(7)für den Fischetod in den Turbinen.

Greenpeace hat in diesem Jahr seinen "Blauen Engel" das Okosiegel für ökologische und umweltfreundlicher Energie, dem Strom aus Wasserkraft entzogen(8).


(1) eigene Berechnungen

(2) empirischer Wert aus div. wissenschaftlichen Zählungen

(3) meist zu geringer Lockstrom

(4) Angabe eines KWKA-Sprechers beim Fernsehinterview im Herbst 00 (Regional Niedersachsen) gegenüber eines Vertreters des VDSF

(5) Erneuerbare Energiegesetz

(6) Texte des Bundesumumweltamtes 13/98, Forschungsbericht 2O205 321

(7) Korrespondenz des Autors mit Tierschutzbund
(8) Presseerklärung Greenpeace 4. Mai '00

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Symposium der Fachberatung für Fischerei des Bezirks Unterfranken  
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Author Message
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Beko

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Veröffentlicht am Donnerstag, den 25. Januar, 2001 - 18:28:   Diesen Beitrag bearbeitenSchnellansichtDiesen Beitrag drucken   Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Ein meiner Meinung nach viel zu vernachlässigtes Thema, aber die Erzeuger haben viel zu viel Lobby in den diversen Aufsichtsräten durch Politiker mit verschlossenen Augen und Ohren!

Fische schreien nicht, von den Bildern mit den zerhackstückelten Fischen, mehrheitlich Aale und Salmoniden, wird die Öffentlichkeit viel zu sehr verschont..........

(Von wegen Umweltfreundlich, Greenpeace wird sicherlich genug Gründe für den Rückzug des "blauen Engels"........könnte bestimmt auch mit für die vielen Hochwasser verantwortlich sein, sicherlich für Versicherungen interessant, oder??)
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Walter Polz

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Veröffentlicht am Freitag, den 26. Januar, 2001 - 09:06:   Diesen Beitrag bearbeitenSchnellansichtDiesen Beitrag drucken   Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Hallo Beko, immer wenn ich die Bilder von zerhaeckselten Aalen seh, frag ich mich wann wohl keine Glasaale mehr gefangen werden :-(
Ich bin auch der Meinung, dass das Lachs 2000 Programm im Prinzip Tierquaelerei ist, solange nicht sichergestellt ist dass die Fische das Meer auch ereichen koennen.
Zur Zeit bastel ich an einer Homepage fuer die AGFS (Aktionsgemeinschaft fraenkische Saale) auf der unter anderem auch diese Problematik aufgegriffen wird. Da hat der NaBu Sachsen ne gute Seite (URL hab ich grad nicht da).
Ich hoffe ich krieg morgen oder Sonntagabend ne erste Probeversion hochgeladen. Die URL mach ich dann hier noch bekannt.
So nu is Fruehstueckspause
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Just

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Veröffentlicht am Freitag, den 26. Januar, 2001 - 09:55:   Diesen Beitrag bearbeitenSchnellansichtDiesen Beitrag drucken   Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Joo Walter, tu das, dann verlinke ich das bei uns ...
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Beko

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Veröffentlicht am Freitag, den 26. Januar, 2001 - 10:04:   Diesen Beitrag bearbeitenSchnellansichtDiesen Beitrag drucken   Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Mach das Walter, ich bin gespannt.
Mit dem Lachs 2000 Programm hätten sie auch meiner Meinung nach erst die Äufstieg/ Abstiegsmöglichkeiten wieder herstellen müssen........
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Walter Polz

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Veröffentlicht am Freitag, den 26. Januar, 2001 - 10:10:   Diesen Beitrag bearbeitenSchnellansichtDiesen Beitrag drucken   Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Das waer nett. Wenns klar geht wollt ich auch das Forum hier verlinken. Hier kann man sich richtig zuhause fuehlen. Ist ein bisschen wie das Mausnetz frueher, nur schneller.
So wie es mit dem Hochwasser hier aussieht -Hecht ade, und dafuer Website basteln.
Think positive. :-)
Die URL wird wahrscheinlich www.unnere.de
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Just

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Veröffentlicht am Freitag, den 26. Januar, 2001 - 10:13:   Diesen Beitrag bearbeitenSchnellansichtDiesen Beitrag drucken   Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Der Fischereiberater von Unterfranken, Dr. Wondrak, ist, was das Aalwanderproblem, Kleinkraftwerke etc. betrifft, ziemlich engagiert, da ist auch schon 'ne Studie veröffentlicht worden ...
Wenn man die Fotos sieht, könnte einem tlw. schlecht werden, auf jeden Fall kocht die Wut hoch ... - der Aal war nicht umsonst schon "Fisch des Jahres" !
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Beko

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Veröffentlicht am Freitag, den 26. Januar, 2001 - 12:58:   Diesen Beitrag bearbeitenSchnellansichtDiesen Beitrag drucken   Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Hier ein Bild von der Mainstaustufe Dettelbach, ,Mehr als 80kg tote Aale in einer Nacht: Sie überlebten die Passage durch die Turbinen der kleinwasserkraftanlage nicht. Foto:W. Klein

Schaut dazu bitte auch den Link oben an, das Bild gehört zum Bericht über das Symposium......

(Vielleicht war ja einer von euch dabei........)
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Just

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Veröffentlicht am Freitag, den 26. Januar, 2001 - 13:04:   Diesen Beitrag bearbeitenSchnellansichtDiesen Beitrag drucken   Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Nee, ich wäre gern hingegangen, aber das letzte Symposium war 1999 oder 2000 in Frankfurt, wenn mich nicht alles täuscht - und da fahre ich nur noch hin, wenn mich einer hinprügelt ..., grins
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Beko

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Veröffentlicht am Freitag, den 26. Januar, 2001 - 13:11:   Diesen Beitrag bearbeitenSchnellansichtDiesen Beitrag drucken   Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Just, ich habe den vollständigen Bericht über dem Symposium oben reingesetzt, unter der Einleitung, hast Du das übersehen?

(Halt mal den Cursur über das Bild, da wird Dir schlecht.......)
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Just

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Veröffentlicht am Freitag, den 26. Januar, 2001 - 13:51:   Diesen Beitrag bearbeitenSchnellansichtDiesen Beitrag drucken   Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

... den vollständigen Bericht ...
... hab' ich erst hinterher entdeckt, grins

... Cursur über das Bild ...
... hatte ich schon, alles kapitale Abwanderer - eine Schande !!!
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Beko

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Veröffentlicht am Freitag, den 02. November, 2001 - 08:32:   Diesen Beitrag bearbeitenSchnellansichtDiesen Beitrag drucken   Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

LFV Baden-Württemberg

Ökostrom um jeden Preis?

Die mehr als tausend Kleinkraftwerke an Bächen und Flüssen in Baden-Württemberg steuern fast nichts zum Stromaufkommen bei. Ihr Beitrag zum Klimaschutz ist gering, der Naturschaden dagegen groß.
Der Landesfischereiverband Baden-Württemberg, in dem über 800 Fischereivereine mit mehr als 50.000 Mitgliedern organisiert sind, will den Bau von neuen Kleinwasserkraftanlagen verhindern. Dazu wurde jetzt ein landesweiter Arbeitskreis gegründet.
Wasserkraft wird heute in der Öffentlichkeit als saubere und regenerative Energie angepriesen. Verschwiegen werden gravierende Nachteile für die Gewässer und deren Bewohner. In Kraftwerken werden alltäglich Fische verletzt und getötet. Kraftwerke verhindern die freie und notwendige Wanderung unserer Flussfische und gefährden dadurch deren Existenz. Letzte naturnahe Flussstrecken werden durch Kraftwerke unwiederbringlich zerstört.
Der Arbeitskreis Wasserkraft plant eine Informationskampagne und weitere Initiativen zu starten, unter anderem soll Umweltminister Müller eine Unterschriftenliste gegen den Neubau von Kleinwasserkraftwerken übergeben werden. Es ist auch eine landesweite Zusammenarbeit mit anderen Naturschutzverbänden geplant. Mitglieder im Arbeitskreis sind Dr. Roland Grimm, Landesfischereiverband Baden-Württemberg; Dr. Werner Baur, Landesfischereiverband Südwürttemberg- Hohenzollern; Dipl. Biol. Ingo Kramer, Landesfischereiverband Baden; Rudi Effinger, Landesfischereiverband Baden; Karl Reuther, Badischen Sportfischerverband; Hans Schock, Verband für Fischerei und Gewässerschutz in Baden-Württemberg; Dr. Michael Schramm, Verband für Fischerei und Gewässerschutz in Baden-Württemberg.

AFZ- fischwaid 5/01

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Beko

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Veröffentlicht am Freitag, den 02. November, 2001 - 08:38:   Diesen Beitrag bearbeitenSchnellansichtDiesen Beitrag drucken   Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

......so langsam kommt der Stein ja ins rollen.......- nur ist es, (mir zumindest!), noch immer zu still in den Medien betreffend dieses Mißstandes, wundert mich, dass der Spiegel etc. sich dessen noch nicht angenommen haben.
Vielleicht sollte ich ja mal in www.spiegel-online.de dieses Thema dort "starten".

Ne Überlegung ist es auf alle Fälle wert, wenn ich es mache, werde ich es Euch mitteilen...........

(....ich muß bei sowas immer daran denken, was die Öffentlichkeit davon halten würde, wenn die Fische schreien könnten!)
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Beko

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Veröffentlicht am Dienstag, den 13. November, 2001 - 09:35:   Diesen Beitrag bearbeitenSchnellansichtDiesen Beitrag drucken   Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Hallo Freunde des Naturschutzes und der Fischerei.

Ich leite Euch dieses Schreiben von Ede Brumand- Rüther weiter, um deutlich zu machen, daß die Angler und
Naturschützer mehr in der Öffentlichkeit vertreten sein sollte.

Wenn wir vernünftige Gewässer haben und der Angelfischerei ein Zukunft geben wollen, müssen wir nicht nur die
Angel ins Gewässer halten, sondern uns in der Öffentlichkeit präsentieren und unsere Interessen vertreten.

Jeder sollte die anliegende Datei lesen und versuchen ein wenig zum Erreichen dieses Zieles beitragen.
Eine Weiterleitung an Gleichgesinnte ist ausdrücklich erwünscht.

Die besten Grüße Dieter

http://www.angel-natur.de


Betreff: Presseinfo Wasserkraft

Hallo AFGN-Freunde,

Ede Brumund-Rüther hat mir diese abgestimmte Presseinfo als AFGN -Info mit
der Bitte übermittelt, sie möglichst breit gestreut zu veröffentlichen!
Jeder von Euch/Ihnen, der solch eine Möglichkeit hat oder kennt, sollte sie
bitte nutzen.

Viele Grüße
Jörg Gauger




Beko:
Nun, folgendes Schreiben ist damit gemeint und wie ich im vorigem Beitrag schon schrieb, -so langsam wacht man auf:


Wasserkraftwerke kontra Wanderfische - ein unnötiger Dauerkonflikt
-Arbeitsgemeinschaft für Fischarten- und Gewässerschutz in Norddeutschland (AFGN) fordert gewässerökologische Kriterien für Subventionierung von Wasserkraftwerken. Kein Pfennig Zuschuss dürfe mehr aus dem Steuersäckel für mittelalterliche Fischhäckselanlagen ohne Auf- und Abstiegshilfen für Fische gezahlt werden, sondern nur für zeitgemäß ausgerüstete Anlagen, betonte AFGN-Sprecher Ede Brumund-Rüther. Altertümliche Wasserkraftanlagen seien Haupthindernisse für die nach dem teuren Ausbau der Kläranlagen mögliche ökologische Aufwertung der Flüsse, wobei sie sich in der Energiebilanz Norddeutschlands nur hinter dem Komma bemerkbar machten.
Ein Treffen fast aller mit der Wiedereinbürgerung von Lachsen, Meerforellen und anderen Wanderfischen im Wesergebiet befassten Angelvereine, Fischereigenossenschaften, Anglerverbände und Fischereiinstitutionen in Gronau (Leine) Mitte Oktober brachte wieder einmal deutlich an den Tag, dass die rund 100 Milliarden DM, die in Deutschland in den Kläranlagenbau investiert worden sind, sich direkt in ökologischer Qualität der Flusssysteme auszahlen könnten, würde nicht eine große Zahl von Querverbauungen jede Bemühung um Verbesserung und Wiederherstellung des natürlichen Fischartenspektrums behindern oder ganz in Frage stellen.
Gewässerbegehungen mit dänischen Lachsexperten von "Danmarks Center for Vildlaks" im Leine- und Okergebiet hatten nämlich eindeutig ergeben, dass sich allein im Umland des Harzes viele hundert Kilometer erstklassiges Lachswasser befinden, die nach der längst erfolgten Beendigung der Verschmutzung sofort und problemlos dauerhaft für Wanderfische wiederbesiedelbar wären. Die Dänen gaben den Gewässern "Traumnoten" in der Bewertung als Lachsflüsse, die weit über jenen dänischen Flüssen liegen, die bis heute ihre eigenen Lachsstämme noch haben.
Weiter weserabwärts einmündende Zuflüsse wie Auter, Örtze, Wümme, Delme und Hunte haben längst die ersten Lachse wieder, obwohl sie höheren Renaturierungsbedarf haben als die flussaufwärts gelegenen. Aber während Delme und Wümme dank großer Bemühungen der Wasserwirtschaft und des Landes wieder weitgehend durchgängig seien, gebe es im Huntegebiet sowie im Aller-, Leine-, und Okergebiet viele Wasserkraftwerke ohne Fischpässe, so die AFGN.
Denn insbesondere die Turbinenanlagen zur Verstromung von Wasserkraft sind den Gewässerschützern ein "Pfahl im Fleisch" ihrer Bemühungen.
"Zwar gibt es erfreulicherweise eine steigende Zahl von Turbinenbetreibern, die bereit sind, ihren Beitrag zum Gewässerschutz zu leisten, doch werden sie durch das pauschale Bezuschussungssystem gegenüber jenen benachteiligt, die rigoros ihre zum großen Teil alten und überhaupt nicht mehr zeitgemäßen Privilegien ausnutzen. Während erstere hohe Investitionen tätigen und dann auch noch Wasser für die Fischpässe abgeben müssen, das für die Stromgewinnung wegfällt, kassieren die anderen die öffentlichen Zuschüsse rigoros ab", beklagt Ede Brumund-Rüther.
"Deutschland steht am Ende trotz milliardenschwerer, erfolgreicher Bemühungen um die Sauberkeit der Gewässer da wie eine Bananenrepublik, und das obwohl viele technische Neuerungen zur Entschärfung der Wasserkraftwerke hierzulande entwickelt oder erprobt werden. Viele Wasserkraftanlagen besitzen, obwohl sie großenteils schon seit fast hundert Jahren bestehen, nicht einmal Fischaufstiegshilfen oder sehr veraltete, die diesen Namen kaum verdienen", erläutert der Sprecher. "Sie blockieren einfach einen ganzen Fluss, obwohl das weder nach deutschen Standards noch nach den Richtlinien der Europäischen Union so sein dürfte.
Und was beinahe noch schlimmer ist: Für absteigende Fische sind alle diese Anlagen eine je nach Turbinentyp und Fischart unterschiedliche Bedrohung. Das reicht von schweren Schädigungen der Augen, der Schwimmblasen über Rückgratbrüche beispielsweise bei jungen Lachsen und Forellen bis zum Häckseln absteigender Blankaale oder zum qualvollen Verenden in den automatischen Reinigungsanlagen vorm Turbineneinlauf. Stehen verschiedene Turbinentypen hintereinander im selben Flusslauf, was sehr oft der Fall ist, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass schließlich mehr oder weniger alle absteigenden Fische geschädigt werden, erheblich."
Sein Fazit: "Es ist grauenhaft, was da abläuft! Zu allem Überfluss wird diese Barbarei auch noch mit öffentlichen Zuschüssen subventioniert, obwohl sich die Wasserkraft in der norddeutschen Energiebilanz überhaupt erst hinter dem Komma bemerkbar macht und niemals ein ernsthafter Faktor sein wird. Wenn einerseits schon Angler wegen Tierquälerei verurteilt werden, weil sie große Karpfen zurücksetzen, statt sie zu verwerten, aber andererseits Fischhäckselei aus Gewinninteresse erlaubt ist, dann sagen wir: Hier wird mit zweierlei Maß gemessen!
Wenn die Betreiber durch die Subventionierung schon quasi eine Lizenz zum Gelddrucken besitzen, muss man doch wenigstens verlangen können, dass die Dinger entweder mit modernen Auf- und Abstiegshilfen nachgerüstet oder eben abgerissen werden, falls das nicht lohnt!
Stattdessen aber werden noch ständig neue Anlagen beantragt und geplant, und das ist angesichts der gewaltigen Althypotheken schon eine Unverschämtheit, die sich die Betreiber nur erlauben können, weil die Befürworter alternativer Energien einfach wegsehen und diese Probleme ignorieren ...als hätten wir nicht heute schon mehr als genug Staue, durch welche die Fließgewässer in Stücke zerschnitten werden!"
Die Fischartenschützer verweisen auf das Wanderfischprogramm der ARGE -Weser, also der Gemeinschaft der Weseranrainerländer. Hier sei der politische Wille manifestiert, das natürliche Fischartenspektrum wiederherzustellen, und deshalb kümmerten sich laut AFGN im Wesergebiet bereits Dutzende von Anglerinitiativen, hinter denen mehr als eine Viertelmillion organisierte Sportfischer stehen, mit viel Arbeitseinsatz und hohen Geldausgaben um die Rückkehr des Lachses und anderer Wanderfische.
"Es geht, wenn man will", fasst AFGN-Sprecher Ede Brumund-Rüther im Einklang mit den norddeutschen Landessportfischerverbänden, den Trägern der AFGN, zusammen. "Die Weserzuflüsse und die meisten anderen deutschen Fließgewässer waren von Natur hochkarätige Lachsgewässer, und soweit man sie nicht zu sehr begradigt, entkiest und kanalisiert hat, sind sie das bis heute. Aber ohne Hilfe der Politik werden wir kaum schaffen, sie wieder richtig in Gang zu bringen. Mit beherzter Rückendeckung bei der Wiedererlangung der Durchgängigkeit wäre das bei der heutigen Sauberkeit der meisten Gewässer sehr gut möglich!

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