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Salz und Süßwasserschnecken:

Der Stamm der Weichtiere (Mollusca) hat einen gemeinsamen grundlegende Bauplan. Schon der griechische Naturphilosoph Aristoteles fasste in seiner “Historia animalium” die “malachia”, die weichen Tiere, wie Kopffüßer und andere Tiere ohne erkennbares Skelett, im Gegensatz zu den “ostrachodermata”, den Hartschaligen, zusammen. Auch heute noch bezeichnet man, nach der griechischen Quelle, die Wissenschaft von den Weichtieren als Malakologie.

Nach den Gliederfüßern sind die Weichtiere der zweitgrößte Tierstamm. Die Angaben, wie viele Tierarten wirklich zu den Weichtieren gehören variieren, dürften jedoch mehr als 100.000 Arten betragen. Zu den Weichtieren gehören so unterschiedliche Klassen, wie Schnecken, Muscheln und Kopffüßer. Alle haben jedoch den Bauplan gemeinsam, der ihren Körper in Kopf, Fuß und Eingeweidesack einteilt. Letzterer enthält die wichtigsten inneren Organe und wird zum einen von einer widerstandsfähigen Hautfalte, dem Mantel, geschützt, zum anderen von einer harten Schale, die größtenteils Kalk (Calciumkarbonat CaCO3 ) enthält.


Weichtiere sind Protostomier, d.h. genauso wie die Gliederfüßer haben sie ein am Bauch (ventral) liegendes Nervensystem (Bauchmark). Weichtiere sind auch Coelomata, sie haben eine sekundäre Leibeshöhle, die allerdings auf wenige Rückstände reduziert ist. Der Herzbeutel (Perikard) ist einer davon, die Hülle von Niere und Gonaden (Geschlechtsorganen) ist ein zweiter (Gonocoel). Im Gegensatz zu den Gliederfüßern haben Weichtiere kein Röhrenherz, sondern ein zweikammriges Herz, das die Hämolymphe, ein Gemisch aus Blut und Körperflüssigkeit durch den Körper pumpt und so die Organe mit Sauerstoff versorgt.

Die unterschiedlichen Weichtierklassen haben sich vom gemeinsamen Bauplan unterschiedlich weit entfernt. Beispielsweise haben die Muscheln keinen Kopf, aber einen sehr muskulösen Fuß, mit dem sie sich eingraben können. Bei manchen Muscheln ist der Fuß mit einfachen Augen versorgt. DieSchale der Muscheln ist, im Gegensatz zu der aller anderen Weichtiere, zweiteilig, was zu einem ihrer wissenschaftlichen Bezeichnungen Bivalvia (die Zweiklappigen) geführt hat.

Schnecken haben eine spiralig gewundene Schale, die sich ebenfalls von der der übrigen Weichtiere unterscheidet. Manche Schnecken haben gar keine Schale mehr (Nacktschnecken), oder sie haben die Schale bis auf einen kleinen Rückstand reduziert, der sich nun, vom Mantel bedeckt, im Körper befindet. Der Kopf der Schnecken besitzt ein oder zwei paar Fühler, den wichtigsten Sinnesorganen der Schnecken. Sie dienen dem Tastsinn und können bei Landschnecken auch wohlentwickelte Augen tragen. Schnecken kriechen mit ihrem Fuß auf dem Untergrund, wobei sie die Reibung mit einer Schleimspur verringern. Der wissenschaftliche Name der Schnecken, Gastropoda, bedeutet soviel wie Bauchfüßer, also Tiere, die auf dem Bauch kriechen.

Die Kopffüßer stellen die am höchsten entwickelte Klasse der Weichtiere dar. Ihre Schale ist, bis auf die urtümliche Ordnung der Nautiloidea , reduziert. Manche Tintenfische haben eine innere Schale, einen sogenannten Schulp, der als “Sepia” den Vogelliebhabern bekannt ist. Die Tintenfische haben einen wohlentwickelten Kopf, an dem sie mehrere Tentakel tragen (daher der wissenschaftliche Name Cephalopoda oder Kopffüßer). Manche Tintenfische haben zwei sehr lange Tentakel (Loligo: Kalmare), zum Ergreifen ihrer Beute, andere haben acht starke Fangarme, die sie auch zum Kämpfen gegen Artgenossen und zur Selbstverteidigung nützen.

Der ursprüngliche Lebensraum der Weichtiere ist das Meer. Die Kopffüßer kommen auch heute noch nur im Salzwasser vor. Die Muscheln leben in Salz- und Süßwasser, während die Schnecken als einzige Weichtiere den Übergang aufs Land geschafft haben. Und so sind die Schnecken die einzigen Weichtiere, die aus ihrer Mantelhöhle eine Lunge entwickelt haben, während alle übrigen Weichtiere zur Atmung eine oder mehrere Kiemen besitzen.

Weitere Klassen der Weichtiere:
Der Meerzahn(Khanfüßer)
Scaphopoda

Die Käferschnecke
Polyplacophora

Die Solengaster
Aplacophora

Die Neopilina
Monoplacophora

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